Ausstellung Kunst & Bau Bethlehemacker

Hochschule der Künste, Fellerstrasse 11, 3027 Bern
Di 11.09. – Fr 21.09.18

 

Abschlussausstellung des Studienauftrags Kunst & Bau für die Volksschule Bethlehemacker.

Beteiligte Kunstschaffende: Michael Günzburger, Daniel Robert Hunziker, Haus am Gern, Nadja Solari, Rahel Zaugg.

Öffnungszeiten: Mo–Fr 7.30–19.30, Sa 10.00–13.00

Eine Kooperation von HKB–Hochschule der Künste Bern, HSB–Hochbau Stadt Bern und BAKUB–Verein Basis Kunst & Bau

Entscheidung des Grossen Rats des Kantons Bern

Die Motion „Kunst am Bau“ mit Vernunft von Lars Guggisberg wurde im Grossen Rat des Kantons Bern verhandelt. Nach einer angeregten Debatte wurde wie folgt abgestimmt:

Ueberweisung der Motion als Postulat (abgeschwächte Form):
95 Ja
55 Nein
2 Enthaltungen

Transfer der Finanzierung in die Erziehungsdirektion:
44 Ja
101 Nein
4 Enthaltungen

Das bürgerliche Parlament des Kantons Bern  hat das Ansinnen der SVP in abgeschwächter Form als Postulat überwiesen. Es wird nun überprüft, in welcher Weise künftige Mittel eingespart werden können. Bürgerliche Politiker (verwende bewusst die männliche Form) äussern sich dahingehend, dass „Kunst am Bau“ grundsätzlich zu teuer, teilweise unverständlich sei und nicht wahrgenommen werde. „Kunst am Bau“, als gestalterischer Mehrwert bei öffentlichen kantonalen Bauten, wird nun weiter unter Druck geraten. Obgleich die Mittel für „Kunst am Bau“ im Vergleich zum kant. Haushalt einen verschwindend kleinen Anteil ausmachen, seit 2012 unverbindlich sind und stetig sanken, ist Kunst als freie Äusserung und Stellungnahme gefördert mit öffentlichen Mitteln zunehmend unerwünscht.

Kunst gehört zum Bau wie das Dach über dem Kopf

 

Schon zu prähistorischen Zeiten in den Grotten von Lascaux oder Altamira gehörte Kunst genauso notwendig zum Bau wie das Dach über dem Kopf. Es ging damals wie heute nicht um die Erfüllung eines Zwecks, sondern um das gewahr werden von Freiheit. Eine Gemeinschaft lässt Kunst in ihrem Lebensraum entstehen, da sie die paradoxe Gewissheit braucht, dass alles immer auch anders sein könnte. Poetry makes nothing happen… durch Kunst überleben wir.

Ronny Hardliz

Basis Kunst und Bau – Gegenwärtige Praktiken der Stadt Bern

Ausstellung in der Stadtgalerie Bern vom 9.11. bis 9.12.17

Basis Kunst und Bau bietet Einsichten in unterschiedliche Stadien aktueller Auswahlverfahren der Kunst und Bau, präsentiert und diskutiert neue Verfahrensansätze und zeigt die Herangehensweisen der Kunstschaffenden.

Initiiert durch die Arbeit der städtischen Kunstkommission in den Auswahlgremien und in Zusammenarbeit mit Hochbau Stadt Bern, wird durch mehr Offenheit und Diskurs in den Auswahlverfahren versucht, Kunst und Bau näher an die künstlerische Praxis heranzuführen und die Wertschätzung für Kunst und Bau zu steigern. Erstmals wird erprobt und kritisch reflektiert, welche Rolle eine öffentlichen Kunstausstellung in laufenden Auswahlverfahren für Kunst und Bau spielen kann. Der so eröffnete Diskurs wird mit Gästen und dem Publikum in Gesprächen vertieft. Kunst und Bau wird dabei als Form einer meist alltäglichen, jedoch kritischen Begegnung zwischen künstlerischer Praxis und Öffentlichkeit aufgefasst. Denn Kunst und Bau geht alle etwas an. Eine Karte mit über 40 städtischen Projekten der Kunst und Bau bietet einen Überblick und lädt Besucherinnen und Besucher ein, Kunst und Bau in der Stadt Bern zu entdecken. Eine Brunnenskulptur von Walter Linck aus dem Jahr 1954 thematisiert die Zeitlichkeit von Kunst und Bau, die heute beispielsweise durch performative Praktiken aktuell ist. Begleitet von Erläuterungen, Archivmaterial und einer Begleitpublikation, schafft die Ausstellung eine öffentliche Basis für künftige Auswahlverfahren, Forschungstätigkeiten und Diskurse zu Kunst und Bau.

 

Basisarbeit Kuratiert

von Ronny Hardliz

Braucht es Kunst und Bau? Was macht diese Kunst und wie unterscheidet sie sich von anderer Kunst? Will sie etwas verstehen oder eher behaupten? Wen betrifft sie und wer kümmert sich darum? Wie kommt es dazu? Ist sie messbar- wer misst? Gibt es etwa kunstfreundliche Auswahlverfahren? Ist das Auswahlverfahren bereits Kunst und Bau? Ist Wettbewerb das einzige Paradigma? Was kiregt die Öffentlichkeit mit und wie? An welche Öffentlichkeit richtet sie sich? Wer kommt dadurch mit wem ins Gespräch? Was ist aus dem Prozess und den Gesprächen sichtbar? Wie verändert sich das Werk und seine Wahrnehmung und für welche Dauer? Kann Kunst und Bau bezeugen? Kann Bau auf Kunst verzichten? Oder ist sie eine institutionalisierte Liebesbeziehung? „Basisarbeit Kuratiert“ weiterlesen

25. Mai: burning house – Erstes Gespräch zu Kunst und Bau in Bern

Mittwoch, 25. Mai 2016, 12:30 bis 14:00 Uhr,  HKB, Hochschule der Künste Bern, Master of Arts in Contemporary Arts Practice, Schwabstrasse 10, 3018 Bern

Wie verhält sich heute Kunst zu Architektur?
Hans Rudolf Reust spricht mit internationalen Kunstschaffenden über ihre praktischen Erfahrungen und Herangehensweisen im Umgang mit Gebäuden, Bauprozessen, Häuslichkeit und Urbanität.

IMG_5930_crop
Mischa Kuball/public preposition: «white space / kritisches denken braucht zeit und raum – hier & überall» Leipzig, 9. Oktober 2014 (c) Foto: Archiv Mischa Kuball, Düsseldorf 2016

Am Gespräch nehmen teil: Alberto Duman und William Bock vom DIG collective (London), Johannes M. Hedinger von COM&COM (Zürich/St. Gallen), David Mollin & Salome Voegelin (London), Christl Mudrak (Berlin), Eva Paulitsch und Uta Weyrich von pw-video (Stuttgart/Berlin), Valentina Stieger (Zürich/St. Gallen), Miriam Sturzenegger (Bern) und Christoph Zellweger (Zürich/Sheffield) – beteiligte Kunstschaffenden am Kunst und Bau Wettbewerb «Ersatzneubau Volksschule Kleefeld Bern». Andres Ambauen (Gesamtprojektleiter Hochbau Stadt Bern), Adrian Kast (Kast Kaeppeli Architekten BSA, Basel/Bern), Yolanda Nussbaumer (Immobilien Stadt Bern) – Jurymitglieder Kunst und Bau Wettbewerb «Ersatzneubau Volksschule Kleefeld Bern».

Einführung: Carola Ertle und Ronny Hardliz (Initianten burning house, Mitglieder Städtische Kunstkommission, Jurymitglieder Kunst und Bau Wettbewerb «Ersatzneubau Volksschule Kleefeld Bern»).
——————————————-
burning house – Gespräche zu Kunst und Bau in Bern ist ein Beitrag zu einem praxisorientierten Diskurs über Kunst und Architektur